Baunscheidtieren

Schmerzen am Bewegungsapparat, Schulter-Arm-Schmerzen, Arthrose, Tinnitus, Störungen innerer Organe, Obstipation (Verstopfung), Bronchitis, Schleimbeutelentzündung, Ischiasschmerz, Mittelohrentzündung, Leberfunktionsstörungen, wiederkehrende Harnwegsinfekte, Narbenbehandlung - die in der Literatur (siehe z.B. „Die Baunscheidt-Therapie" von Heiko Zissner und Tobias Zissner [2013], ISBN:978-3-7905-1003-4) beschriebenen Anwendungsgebiete sind vielfältig.

Die Baunscheidt-Behandlung ist eine Hautreiztherapie, die auch als „Akupunktur des Westens“ bezeichnet wird.

Der Erfinder dieser Therapieform, Carl Baunscheidt (1809-1874), erzählt in seinem Buch „Der Baunscheidtismus“ dass er schwer an einer Gicht mit einer schmerzhaften Versteifung von Hand und Arm erkrankte. Er entdeckte, dass nach einigen Mückenstichen in seine erkrankte Hand die Schmerzen verschwanden. Neugierig geworden begann der Naturwissenschaftler und Mechaniker zu experimentieren und erfand den „Lebenswecker“. Mit diesem sterilen Nadelgerät wird die Haut des Patienten oberflächlich gestichelt und mit einem Spezialöl eingerieben. Es handelt sich hierbei um ein nahezu schmerzfreies Verfahren, das viele Patienten mit einem leichten Piksen oder auch Ziepen beschreiben.

In der Vorstellung der Naturheilkunde wird der Wirkmechanismus so erklärt, dass in den behandelten Arealen der Stoffwechsel erhöht sowie das Immunsystem und der Lymphfluss angeregt werden. Außerdem sollen schädliche Stoffe über die Haut abgeleitet und so die Entgiftungstätigkeit der Haut angeregt werden.

© 2015 Elke Hugot   /    Impressum   /    Datenschutzhinweis